Archiv für März 2008

Monika Flach: Fünf Schritte im Heilungsdienst (angelehnt an John Wimber)

Mittwoch, 19. März 2008

Vorbemerkungen

Dieses Modell stellt eine Hilfe dar, so schnell wie möglich in den Heilungsdienst einzusteigen. Es ist ein Trainingsmodell, das uns befähigt ganzheitlich für andere zu beten.

Dieses Modell ist eine Möglichkeit, wie man für Kranke beten kann. Es ist nicht die einzige Methode für das Krankengebet. Es gibt auch nicht so etwas, wie die einzig richtige Methode, für Kranke zu beten. Je größer unsere Methodenvielfalt, je effektiver unser Dienst.

Wenn das Modell hilfreich ist für Dich, dann kannst Du es benutzen, wenn nicht, dann lasse es weg! Gott ist und handelt souverän.

I. Erster Schritt: Das Interview

Gibt Antwort auf die Frage: “Was ist konkret dein Problem, deine Krankheit?”

Ziel: Informationen für spezifisches Gebet zu bekommen.

Das Interview geschieht auf zwei Ebenen:

1) Natürliche Ebene

Achte dabei nicht nur auf das, was gesagt wird, sondern schaue mit deinen Augen. Unser Körper sagt oft mehr über uns aus, als unser Mund. Frage nach dem zeitlichen Beginn des Leidens. Hatte die Person zu diesem Zeitpunkt besondere emotionale Schwierigkeiten?

Hast du vergeben? Hast du Ängste? Wo genau tut es weh? Was sagen die Ärzte?

2) Übernatürliche Ebene

Wir setzen die Geistesgaben ein (Wort der Erkenntnis, Gabe der Geisterunterscheidung). Wir haben einen inneren Eindruck oder empfinden Schmerzen im Bereich des ursächlichen Problems, etc.

Denke immer daran: Für Gott ist nichts unmöglich. Er ist für ihn nicht zu kompliziert, die schlimmsten Krankheiten zu heilen. Schaue auf das Problem mit seinen Augen. Das wird deinen Glauben stärken.

II. Zweiter Schritt: Die Diagnose

Gibt Antwort auf die Frage: “Was ist die Ursache?” Für die Wahl der Gebetsstrategie, ist es wichtig, das

Problem im Kern anzusprechen und nicht nur die Symptome. Es geht darum, zu erkennen, auf welcher

Ebene das Problem liegt:

1) Körperliche Ebene

2) Seelische Ebene

Wir sind als Menschen auf Gemeinschaft angelegt. Deshalb können wir andere verletzen und werden auch verletzt. Die psychosomatische Medizin lehrt uns, dass körperliche Beschwerden mit seelischen oder sozialen Konflikten zusammenhängen. (z.B. Hauterkrankungen, Herz- und Kreislaufstörungen, Brustkrebs, Magenprobleme u.a.) “Jemanden ist die Galle übergelaufen.” “Das ist mir auf den Magen geschlagen.”

3) Dämonische Ebene

Das Neue Testament bezieht die Möglichkeit von dämonisch verursachten Krankheiten mit ein.

4) Geistliche Ebene

Sünden werden aufgedeckt und bekannt. Es stellt sich heraus, das diese Sünden im ursächlichen Zusammenhang mit der Krankheit gestanden haben, wie z.B. Bitterkeit, Unversöhnlichkeit etc. Wir glauben nicht, dass hinter jeder Krankheit eine spezielle Sünde steht. Aber es kann möglich sein.

III. Dritter Schritt: Entscheidung über die Gebetsart

Gibt Antwort auf die Frage: “Welche Form des Gebetes wähle ich?”

1) Gebet, das sich an Gott richtet

Bitte um die Gegenwart des Heiligen Geistes

Fürbitte

Bei Unversöhnlichkeit bitte darum, dass die Person vergeben kann.

Bei Schuld bitte darum, dass der Heilige Geist Überführung schenkt.

Bei falschen Gedanken, bitte darum, dass der Heilige Geist die Wahrheit offenbart.

2) Worte von Gott

Befehl des Glaubens oder das befehlende Wort zur Heilung.

Möglicherweise ist es dran, denjenigen, für den du betest zu ermutigen, Glauben in Aktion umzusetzen,

indem er etwas macht, was er vorher nicht tun konnte (z.B. Arm bewegen, in die Knie gehen, sich nach

vorne beugen etc.)

Das schöpferische Wort.

Bekenntnis des Glaubens

Gebietendes Gebet

Diese Liste ist nicht vollständig. Es gibt noch mehr Heilungsmethoden.

IV. Der Gebetseinsatz

Gibt Antwort auf die Frage: “Wie wirksam ist das Gebet, das ich bete?”

Wenn es der Anstand erlaubt, lege die Hände direkt auf den Körperteil, der Schmerzen verursacht. Glaube daran, dass Jesus dich gebrauchen möchte. Er hat uns den Auftrag gegeben: “Heilt die Kranken!”

Frage zwischendurch was geschieht und ob der Betreffende etwas spürt.

Ermutige die Person, Gott dafür zu danken, was geschehen ist.

Betone immer das Positive.

Beobachte Reaktionen des Menschen auf die Wirkung des Heiligen Geistes:

z.B. Weinen, Wärmegefühl, schreien, Augenflattern etc.

Frage nach, was innerlich gerade abläuft.

Ermutige und führe die Person bei Groll zur Vergebung.

Setze lügen, die die Person über sich selbst glaubt die Wahrheit des Wortes Gottes entgegen.

Leite die Person an, diese Wahrheit über sich selbst zu bekennen.

GANZ WICHTIG: Wort/Gebet – Glaube – Tat!!!!

Bitte die Person etwas zu tun, was sie vorher nicht tun konnte. Sie soll den Arm, den Rücken etc bewegen.

Wenn es nicht sofort nachprüfbar ist, dann soll sie im Geist sehen, ob sie glaubt, ob etwas passiert ist und

dafür danken! Viele Heilungen geschehen nicht, weil Menschen in Furcht oder Zaghaftigkeit gefangen sind!

Glaube und Handeln gehört immer zusammen. Einige Heilungen werden erst beim Bewegen sich manifestieren!

Habe du als Beter keine Angst, dass nichts passiert ist!

Sei überprüfbar! Wenn nichts geschehen ist – frage noch mal Gott, ob du anders beten solltest. Ansonsten ermutige die Person, beim nächsten Mal wieder zu kommen und sich nicht ermutigen zu lassen. Gemeinsam bleiben wir dran. Versuche nie, etwas dir oder anderen zu beweisen!

Liebe und Vertrauen ist die Substanz, in der wir uns als Beter bewegen.

V. Nachträgliche Anweisungen

Bei Heilung oder Teilheilung ist Dankbarkeit der wichtigste Schlüssel, den du weitergeben sollst:

Dankbarkeit festigt gewonnene Siege und bereitet den Weg für neue Rettungen! Frage die Person: was ist passiert und jetzt danke dafür von ganzem Herzen über Tage!

Dadurch kann Heilung nicht mehr so leicht gestohlen werden.

Umgang mit Anfechtung: Weise die Person darauf hin, das es ziemlich normal ist, wenn die Heilung

angetestet wird und Symptome der Krankheit wieder erscheinen. Gib ihr Anweisungen, dass sie dann standhaft widerstehen muß. Sie soll nicht denken oder es sogar in den Mund nehmen: “Oh nein, jetzt habe ich es wieder.”

Denn dann hat sie es wirklich wieder. Nein, jetzt darf sie es nicht mehr annehmen und zwar so lange, bis die Symptome wieder verschwinden! Ermutige sie zur Festigkeit und Aggressivität. Bei Zaghaftigkeit und

Zweifel wird sie wieder der Krankheit Raum geben. Gott ist mit ihr in diesem Kampf und hilft zu überwinden!

Ermutige sie, dass sie sich nur an Personen um Hilfe wendet, die im Glauben trainiert sind!

Wenn es etwas besser geworden ist, ermutige die Person für die 20%ige, 30%ige Besserung Gott zu preisen und jetzt ermutigt weiterzubeten bis zur vollständigen Heilung. Ermutige sie, sich nicht zufrieden zu geben, sondern in der Gegenwart Gottes Stück um Stück Heilung zu nehmen.

Schreibe den Menschen nicht vor, ihre medizinischen Behandlung aufzugeben oder Medikamente abzusetzen.

Wenn die Heilung ausgeblieben ist, ermutige die Person weiter für sich beten zu lassen.

Gib der Person Gewissheit, dass Gott sie heilen will und sie nicht alleine steht.

Mehr von Monika Flach siehe www.kingdomimpact.org